Schlagwort: Nürnberg
1985 – Der Kampf der Frauen im britischen Bergarbeiterstreik
Solidaritätsveranstaltung der IG Druck und Papier und der IG Metall am 22. März 1985
Vor 40 Jahren ging der britische Bergarbeiterstreik gegen die geplanten Zechenschließungen der Thatcher-Regierung zu Ende. Ein Jahr unerbittlicher Auseinandersetzungen der Bergarbeiter und ihrer Familien mit der britischen Regierung, die große Summen in die Niederschlagung der damals kampfkräftigsten Gewerkschaft NUM investierte und eine rücksichtslose neoliberale Umgestaltung des gesamten Landes durchsetzte.
Der Hauptvorstand der IG Druck und Papier lud für März 1985 eine britische Bergarbeiterfrau in die BRD ein. Jackie Bargh, aus Eckinngton/Nordengland, berichtete sehr eindrucksvoll vom Kampf der Frauen im Streik und bei der lebensnotwendigen Versorgung der Familien.
Am 22.3.1985 fand auch im Nürnberger Gewerkschaftshaus eine große Solidaritätsveranstaltung der IG Druck und Papier und der IG Metall statt. Es gab breite Solidarität mit den Familien der britischen Bergarbeiter, die keine Streikunterstützung mehr bekamen, weil die Regierung die Konten der NUM konfiszierte.
Mehr dazu zeigen die folgenden Archivalien aus unserem Archiv.


Hier noch zum Nachschauen und Nachlesen:
Einladung zur Veranstaltung vom 22. März 1985
Artikel aus der „druck + papier“ 9/1985, dem Zentralorgan der IG Druck und Papier
1992: 100.000 Menschen in Nürnberg auf der Straße
Archivalie des MonatsNürnberg, 17.Dezember 1992:
Lichterkette gegen Rassismus und Ausländerfeindlichkeit rund um die Nürnberger Altstadt: 100.000 Menschen gehen auf die Straße.
Rassistischer Mordanschlag von Mölln:
„1992: 100.000 Menschen in Nürnberg auf der Straße“ weiterlesen
130 Jahre Arbeitersekretariat Nürnberg – Diskussionsveranstaltung
Olympia für die Arbeiterklasse ?
Sport ist Arbeiterkultur – oder war es zumindest lange Zeit: Als Alternative zur bürgerlichen Deutschen Turnerschaft gründete sich bereits 1893 der Arbeiter-Turnerbund:
„Die freiheitlich gesinnten Turner werden eifrig mitarbeiten, ein altes verfaultes System mit Stumpf und Stiel auszurotten, alte Ruinen niederzureißen, damit neues Leben aus ihnen erblühe. Unter diesen neuerrichteten Gebäuden erst werden wir ausrufen können: Wir haben Friede, Freiheit, Recht. Keiner ist des andern Knecht.“
Der Arbeiter Turn- und Sport-Bund (ATSB) veranstaltete – vor 95 Jahren – vom 18. bis 21. Juli 1929 im 1928 neu eingeweihten Nürnberger Stadion, dem heutigen Frankenstadion, sein zweites Bundesfest. Eine gewaltige Veranstaltung:

1.645 Athletinnen und Athleten maßen sich in rund 3.000 Wettkämpfen im Sportpark auf dem Zeppelinfeld am großen Dutzendteich. In manchen Disziplinen kam es zu außerordentlichen Ergebnissen: Erwähnt sei nur der Sieg des Finnen Etholén im 100-m-Lauf mit damals 10,7 Sekunden.
70.000 Festteilnehmer sangen bei der Abschlusskundgebung im Stadion die „Internationale“. Beim Festzug war das Motto „Arbeitersportler sind Soldaten der Revolution“.

„Der Verkauf von Kriegsspielzeug ist ausgeschlossen“
Diese unauffällige Bemerkung bei der alljährlichen Ausschreibung zum Christkindlesmarkt hat eine Tradition, die heuer genau 70 Jahre alt ist. Am 17.07.1953 verfügte dies die Stadt Nürnberg im Amtsblatt zum ersten Mal:

Der Stadtratsbeschluß kam keienswegs aus bloßem freiodenswillen, Vorangegangen waren Protestaktionen gegen den Verkauf von Kriegsspielzeug auf dem Christkindlesmarkt und der Nürnberger Messe.
Horst Klaus erzählte uns 2021 auch kurz, wie es dazu kam:
Ausbildung und Übernahme vor 40 Jahren …
1982 haben 660.000 Jugendliche einen Ausbildungsplatz gesucht, das Angebot an Ausbildungsplätzen sank um 8% im Vergleich zum Vorjahr, in Bayern sogar um 15,4%. Für Mädchen war es besonders schlimm: Auf 100 Ausbildungsplätze kamen 197 Bewerberinnen. Das Ergebnis: Massenhaft Jugendarbeitslosigkeit.
„Ausbildung und Übernahme vor 40 Jahren …“ weiterlesenVor 90 Jahren – Stürmung der Gewerkschaftshäuser – auch in Nürnberg: Der 02. Mai 1933
Vor 90 Jahren – am 02. Mai 1933 stürmten Rollkommandos der SA die Gewerkschaftshäuser. Noch am Tag zuvor war am erstmals begangenen „Tag der deutschen Arbeit“ zynisch betont worden: „Ehret die Arbeit und achtet den Arbeiter“. Die freien Gewerkschaften wurden abgeschafft , das letzte Bollwerk gegen den Nationalsozialismus vernichtet. Diese wehrten sich kaum.
Die Fassade des Hauses hat den Krieg weitgehend überstanden ist heute noch intakt. An die Ereignisse von damals mahnt seit 30 Jahren eine Gedenktafel der IG Metall.

Vor 10 Jahren fand letztmals dort eine Gedenkveranstaltung statt – mit einem sehr bemerkenswerten Redebeitrag von Horst Klaus:
Am 05.05.2023 gedachten wir nun zusammen mit dem DGB Mittelfranken erneut dieses Tages: NIE WIEDER!
2023 mahnen auch wir erneut, Lehren aus der Katastrophe von 1933 zu ziehen:
20230505_Rede-Ulli_Schneeweiss_Ueberfall-auf-Gewerkschaftshaeuser-1933


Vor 90 Jahren – Stürmung der Gewerkschaftshäuser – auch in Nürnberg: Der 02. Mai 1933

Vor 90 Jahren – am 02. Mai 1933 stürmten Rollkommandos der SA die Gewerkschaftshäuser. Noch am Tag zuvor war am erstmals begangenen „Tag der deutschen Arbeit“ zynisch betont worden: „Ehret die Arbeit und achtet den Arbeiter“. Die freien Gewerkschaften wurden abgeschafft , das letzte Bollwerk gegen den Nationalsozialismus vernichtet. Diese wehrten sich kaum.
„Vor 90 Jahren – Stürmung der Gewerkschaftshäuser – auch in Nürnberg: Der 02. Mai 1933“ weiterlesen1933: Stürmung der Gewerkschaftshäuser – Veranstaltung zum 90sten Jahrestag am 05.Mai 2023

EINLADUNG ZUR GEDENKVERANSTALTUNG
anlässlich des 90. Jahrestags der Stürmung der Gewerkschaftshäuser
durch die Nationalsozialisten
05. Mai 2023, 14:30 Uhr
Vor dem ehemaligen Gewerkschaftshaus in der Straße der Menschenrechte:
Kartäusergasse 12, 90402 Nürnberg
